Demenz – was kann man dagegen tun?

In meinem ersten Artikel zum Thema Demenz beschäftigte ich mich hauptsächlich damit, was Demenz eigentlich ist. Darin habe ich bereits erwähnt, dass vor allem die primäre Form nicht heilbar ist. Allerdings ist sehr wohl bekannt, dass es durch gewisse Lebensweise möglich ist die Erkrankung hinaus zu zögern. Auch wenn Du vielleicht bereits betroffen bist – oder Du Sorge hast, dass Du betroffen sein könntest – Du kannst etwas tun:

Demenz ist nicht heilbar

Ernährung

Es hat sich gezeigt, dass viele von Demenz betroffene Menschen in den Jahren vor Beginn der Krankheit abgenommen haben. Somit scheint ein wesentlicher Faktor zu sein, dass eine Mangelernährung absolut zu vermeiden ist. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Nüssen ist empfehlenswert.

Außerdem sollten in den Essensplan folgende Nahrungsmittel regelmäßig eingebaut werden: 

  • Fisch, Leinöl, Rapsöl – Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren
  • Nüsse, Paranüsse, Blattgemüse, Vollkornprodukte – Selen, Vitamin B1, B6, B12, E
  • Kakao, rote Säfte, Orangensaft – Flavonoide

Neuere Studien weisen auf die positive Wirkung von Kurkuma (Gelbwurz) als Vorbeugung von Alzheimer hin. Kurkuma kommt aus dem indischen Raum, dort sind wesentlich weniger Alzheimererkrankungen bekannt als bei uns. Außerdem wirkt Kurkuma aktiv gegen Krebszellen und stärkt allgemein das Immunsystem.

Ebenso aus Indien ist der Ginko. Ginko hat bereits in vielen Studien die verbesserte Sauerstoffversorgung und Energiestoffwechsel des Gehirns bewiesen. Denn die Fließeigenschaften den Blutes verbessern sich dadurch.

Auch griechischer Bergtee sowie Johanniskraut sollen begleitend bei Demenz die Symptome lindern. Häufig geht die Demenz mit depressiver Stimmung einher und gerade Johanniskraut oder andere sanfte Methoden können da vor allem zu Beginn gut unterstützen.

Die chinesische Medizin kennt noch weitere Heilkräuter wie Gotu Kola (indischer Wassernabel) und Jiaogulan-Blätter, die die Denkfähigkeit verbessern sollen.

Nimm reichlich von folgenden Lebensmitteln zu Dir

  • Obst & Gemüse
  • Nüsse
  • Soja
  • Vollkornprodukte
  • Mehr Fisch als Fleisch

Vermeide diese Lebensmittel

  • Fritiertes, Transfette
  • Alkohol

Bewegung

Bewege Dich regelmäßig! Tägliches spazieren gehen oder wenigstens 3 bis 4 Mal pro Woche länger als 40 Minuten eine sportliche Bewegung scheint gut für die Vorbeugung von Demenz. Ideal sind körperliche Tätigkeiten, die auch geistig Herausforderung benötigen wie tanzen. Und wenn der Sport dann auch noch im Freien ausgeübt wird ist es perfekt, denn das versorgt den Körper noch mit dem sehr wichtigen Vitamin D. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D kann nur durch regelmäßigen Aufenthalt im Freien gewährleistet werden, denn die Produktion wird durch Sonne angeregt.

Geistige Fitness

Ganz besonders wichtig, um einer Demenz vorzubeugen, ist es sich geistig fit zu halten. Also zum Beispiel regelmäßig Sudoku oder Kreuzworträtsel zu lösen, Bücher lesen und gemeinsam mit anderen Gesellschaftsspiele zu spielen. Die Gesellschaftsspiele unterstützen außerdem den Kontakt mit anderen Menschen. Auch handwerkliche Interessen wie stricken oder sticken ist besonders gut. Denn hierbei ist nicht nur Konzentration sondern auch Geschicklichkeit gefragt. Und das geht auch, wenn die Beine nicht mehr ganz so fit sind. 🙂

Ebenso sind inzwischen viele Konzentrationsübungen in Form von Computerprogrammen oder Apps fürs Handy. Dabei wird der Spieler vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt: rechnen, räumliches Denken, Koordination und vieles mehr.

Gesunder Lebensstil

Neben abwechslungsreicher Ernährung, regelmäßige Bewegung im Alltag und geistigem „Fitnesstraining“ empfehlen die Forscher sich ausreichend Schlaf von 7 bis 8 Stunden zu gönnen und allgemein Stress zu vermeiden. Scheinbar fördert aber ebenso auf Dauer zu viel Schlaf wiederum die Gefahr an Alzheimer zu erkranken. Am Besten wohl auch hier: alles mit Maß und Ziel! 🙂

Verschiedene Fähigkeiten auch im Alter aufrecht erhalten!

Das Risiko an einer der Demenzformen zu erkranken kann man leider nicht auf NULL reduzieren. Jedoch kann regelmäßiges Gedächtnistraining, Bewegung, gesunde Ernährung und ein gesunder, ausgeglichener Lebensstil dazu beitragen den Beginn nach hinten zu verschieben bzw. den Verlauf zu verlangsamen. Denn durch diese verschiedenen Fähigkeiten und Fertigkeiten wird die Gehirnleistung jeden Tag aufs Neue auf eine Probe gestellt.

Wenn Du Interesse hast Deine Hirn- und Gedächtnisleistung zunächst zu überprüfen und dann durch Training zu unterstützen gibt es auf www.neuronation.de einen Test und ein anschließend auf Dich abgestimmtes Trainingsprogramm. Ich glaube, dass die Idee die dahinter steckt ist besonders gut ist, denn es werden immer wieder verschiedene Leistungen des Gehirns mit unterschiedlichen Aufgaben trainiert.

Auch habe ich noch einen weiteren App-Tipp für Dich, der sogar die Demenzforschung unterstützt: Es wurde eine App namens Sea Hero Quest (http://www.seaheroquest.com/de) entwickelt. Jede Minute, die Du bei diesem Spiel verbringst hilft der Demenzforschung zu weiteren Erkenntnissen über diese Erkrankung zu erlangen. In diesem Spiel geht es darum verschiedene Herausforderungen zu meistern: Du musst Dein Boot durch Labyrinthe navigieren, mit Leuchtraketen auf Deinen Standort aufmerksam machen und mystische Wesen fotografieren. Dabei darfst Du Deine Orientierung und Deine Geschicklichkeit beweisen und Spaß macht es auch noch.


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Ich biete Craniosacrale Biodynamik für alle Altersklassen an und unterstütze das gern mit tapen. Nebenbei blogge ich zu verschiedenen Gesundheitsthemen, beschäftige mich mit gesunder Ernährung und sportlichem Ausgleich.

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